Tischlerin aus Ochtrup gewinnt mit gut geformtem Gesellenstück

Marie Brinkschmidt belegt im Rahmen ihrer erfolgreich bestandenen Gesellenprüfung als Tischlerin mit ihrem Sideboard den ersten Platz beim Wettbewerb „Die Gute Form“ der Tischler-Innung Steinfurt in der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf (KH).
 
Die Verabschiedung der Gesellinnen und Gesellen im Tischlerhandwerk geht bei der Tischler-Innung Steinfurt traditionell einher mit dem Wettbewerb „Die Gute Form“. Die Jury, bestehend aus den erfahrenen Gestaltern und Planern Ursula Büscher, Thomas Krekemeyer und Franz Werger, bewertet die Gesellenstücke der Prüflinge mit besonderem Blick auf die Idee zum Möbel, dessen Funktionalität, Formgebung, Farbe und Furnier sowie technische Ausführung und gesamtes Erscheinungsbild – eben die „Gute Form“. In diesem Jahr überzeugte Marie Brinkschmidt aus Ochtrup, die ihre Ausbildung bei Tischlermeister Hans-Jörg Eilers (Ochtrup) absolviert hat, mit einem Sideboard aus dunkler Wenge im Zusammenspiel mit hellerer Birne und belegte den ersten Platz. Zweitplatzierter wurde Tom Thielemeier (Emsdetten), der bei Tischlermeister Andreas Isermann in Greven gelernt hat. Auf den dritten Platz wählte die Jury Tilman Volk (Rheine), der seine Tischlerlehre bei Tischlermeister Lothar Winter in Emsdetten ebenfalls erfolgreich beendet hat.
 
Zusätzlich zu den drei Bestplatzierten, spricht die Jury in jedem Jahr drei Belobigungen aus. In diesem Jahr waren die Wettbewerbsbeiträge jedoch so gut, dass die Jury erstmals eine Gesellin und drei Gesellen belobigte: Florian Awiszus (Münster), der eine Ausbildung bei Andreas Isermann, Tischlermeister in Greven, absolvierte. Gleich zwei Belobigungen gingen nach Hörstel, denn sowohl Marlene Bender (Mettingen) von Strotmann Innenausbau als auch Philipp Goecke (Ibbenbüren) von Tischlermeister Peter Schäfers, haben ihr Tischlerhandwerk in Hörstel erlernt. Ebenfalls belobigt wurde Tim Schlömann (Horstmar) von der Wüller Möbelwerkstatt und Innenausbau GmbH in Horstmar.
 
Insgesamt konnte Christoph Strotmann als Vertreter der Tischler-Innung Steinfurt und Vorsitzender des Arbeitskreises Marketing 54 junge Frauen und Männer im Gesellenstand des Tischlerhandwerks willkommen heißen. Neben den Preisträgern des Gestaltungswettbewerbs wurden von ihm auch die diesjährigen Prüfungsbesten ausgezeichnet. Als Prüfungsbester seines Jahrgangs überzeugte Hanno Berlemann aus Ibbenbüren, der seine Ausbildung bei Rolf Althaus, Tischlermeister in Ibbenbüren, mit einem „Sehr gut“ die Gesellenprüfung abschloss. Mit gutem Ergebnis folgten ihm mit ebenfalls hoher Punktzahl Theodor Klemens Hermes (Laer) von der Homann & Stegemann GmbH in Laer und Fenja Gellermann (Osnabrück) von der Tischlerei Tüpker GmbH in Westerkappeln.
 
Coronabedingt musste in diesem Jahr die Ehrung der Prüfungsbesten und Wettbewerbsgewinner in der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf in Rheine unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Strotmann zeigte sich beeindruckt, dass der Tischlernachwuchs und deren Ausbildungsbetriebe trotz widriger Umstände mit einer Erfolgsquote von 95 Prozent eine tolle Ausbildungs- und Prüfungsleistung gezeigt haben.
 
„Die Gute Form“
Der Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form" zeichnet exzel­lent gestal­tete Gesellen­stücke im Tischler- und Schreiner­hand­werk aus. Die Innungsorganisation des Gewerks richtet ihn all­jährlich zunächst auf Innungs-, dann auf Landes- und schließlich auf Bundes­ebene aus. Eine Expertenjury wählt auf jeder Ebene die Stücke aus, die eine Runde weiterkommen.

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Marie Brinkschmidt gewinnt mit ihrem Sideboard den Wettbewerb „Die Gute Form“ und verleiht ihrer erfolgreichen Gesellenprüfung damit den Feinschliff. Mit ihr freut sich Christoph Strotmann, Leiter des Arbeitskreises Marketing der Tischler-Innung Steinfurt.