Mitarbeiterwohl im Mittelpunkt

Erster Gesundheitstag der Tischler-Innung Steinfurt stößt auf große Resonanz

KREIS STEINFURT. Wie geht es eigentlich den Mitarbeitern der Innungsbetriebe im Tischler-Handwerk im Kreis Steinfurt? Diese Frage stand am Freitag, 31. Mai, im Mittelpunkt bei der Tischler-Innung Steinfurt. Erstmals hatte die Innung gemeinsam mit der IKK Classic und der Berufsgenossenschaft Holz und Metall die Mitarbeiter aus den Innungsbetrieben zum Gesundheitstag einladen. Im BildungsCenter Rheine der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf ging es in Workshops und zahlreichen Tests um das gesundheitliche Wohlergehen der Mitarbeiter im Tischler-Handwerk.

„Gesunde, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines jeden Betriebes“, sagt Norbert Niermann, Obermeister der Tischler-Innung Steinfurt. Auch mit Blick auf den demographischen Wandel sei es wichtig, die gesundheitliche, körperliche wie seelische Fitness der Mitarbeiter zu fördern. „Ganz abgesehen davon, dass wir als Arbeitgeber unseren Mitarbeitern natürlich eine gute Gesundheit wünschen und wir eine Fürsorgepflicht für unsere Mitarbeiter übernehmen“, so Norbert Niermann.

Einen „bunten Strauß von Aktivitäten“ hatte Cemile Bühlbäcker, beim Landesverband Tischler NRW zuständig für die Gesundheitsförderung, den rund 50 Teilnehmern zur Begrüßung versprochen. Ein Hauptaugenmerk des Gesundheitstages lag auf der Rückengesundheit. In der Werkstatt und vor allem bei der Montage von schweren Bauelementen ist der Rücken immer wieder hohen Belastungen ausgesetzt. Beim Gesundheitstag konnten die Tischler bei einem individuellen Rücken-Screening mögliche Fehlstellungen und Probleme erkennen. In einem Workshop erhielten sie Tipps, wie sie ihren Rücken stärken und bei der Arbeit möglichst entlasten können. Ein weiterer Workshop widmete sich dem Thema Stress und zeigt Wege zur Entspannung und Stressbewältigung im Arbeitsalltag auf.

Weitere Angebote für die Mitarbeiter waren Hör- und Sehtests, eine Beratung zum individuellen Hautschutz sowie die Messung diverser Körperwerte bis hin zur Stress- und Körperfettmessung. „Viele Betriebsinhaber haben erkannt, dass das Thema Gesundheit ein zentraler Baustein für die tägliche Arbeit im Betrieb ist und in den kommenden Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen wird“, sagt Norbert Niermann. Ein Ziel des Gesundheitstages sei es auch, die Mitarbeiter selbst für ihr Wohlbefinden und ihre Bedürfnisse zu sensibilisieren. „Es ist gut, wenn die Mitarbeiter Warnsignale ihres Körpers erkennen und verantwortungsbewusst mit ihrer Gesundheit umgehen“, so der Obermeister.

Ein Unternehmer-Forum zum Abschluss der Veranstaltung bot den Betriebsinhabern Gelegenheit zum Austausch.

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Welchen Belastungen die Wirbelsäule ausgesetzt ist, liegt nicht zuletzt an der Kraft von Rücken- und Bauchmuskulatur. Obermeister Norbert Niermann (r.) schaute sich an, mit welchen Gerätschaften diese Werte ermittelt wurden.